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Der Himmelsgarten auf dem Grabfeld M
b

 

 

HERR, deine Gnade reicht,
soweit der Himmel ist,
und deine Wahrheit,
 soweit die Wolken gehen.

(Psalm 108,4)

 

   

Der Himmelsgarten  

Die Himmel rühmen die Herrlichkeit Gottes, /
vom Werk seiner Hände
kündet das Firmament.
Ein Tag sagt es dem andern, /
eine Nacht tut es der andern kund,
ohne Worte und ohne Reden, /
unhörbar bleibt ihre Stimme.
Doch ihre Botschaft geht
in die ganze Welt hinaus, /
ihre Kunde bis zu den Enden der Erde.
Dort hat er der Sonne ein Zelt gebaut. /
Sie tritt aus ihrem Gemach
hervor wie ein Bräutigam;
sie frohlockt wie ein Held /
und läuft ihre Bahn.
Am einen Ende des Himmels geht sie auf /
und läuft bis ans Ende; /
nichts kann sich ihrer Glut entziehen.

(Psalm19,1-7)

 

Der Himmelsgarten soll die Verbindung zwischen Himmel und Erde symbolisieren. Was unsere Verstorbenen nun schauen können, versuchen wir mit dem Spiegelbild zu uns zu holen. Dabei bleibt es ein Spiegelbild des Himmels und nicht der Himmel selbst. Wir können hier unsere Gebete und Gedanken in den Himmel zu unseren Verstorbenen schicken. Die Sonne, der Mond, die Sterne, der Regen und die Wolken, die von einem Spiegel in den anderen ziehen, machen unsere Gedanken groß und weit.

Der Einsatz von Blütenpracht und Fruchtschmuck ist hier bewusst zurückhaltend geplant worden. Hier soll nicht die Pflanze dominieren, sondern die Bauarchitektur. Die vielen verschiedenen Gräser auf diesem Grabfeld symbolisieren Reife, Ernte und Vergänglichkeit und erinnern uns an unser eigenes Werden und Vergehen auf dieser Erde.

Der Himmelsgarten ist ein Grabfeld für Urnenbestattungen. In jeder Grabstelle kann eine Urne beigesetzt werden. Für jede Urne wird eine Grabplatte angebracht. Die Friedhofsverwaltung übernimmt die gärtnerische Anlage der Grabstätten und pflegt diese dann für die gesamte Ruhezeit. Um die Gesamtgestaltung dieses Grabfeldes nicht zu zerstören, bitten wir, auf eigene Anpflanzungen zu verzichten. Für zusätzliche Dekoration haben wir kleine Kästen unter den Grabplatten angebracht. 


Der Dorotheengarten auf dem Grabfeld Mc
 

Seht auf die Vögel des Himmels!
sie säen nicht, sie ernten nicht,
sie sammeln nicht in die Scheunen,
und euer himmlischer Vater ernährt sie.

 (Matthäus 6, 26)

 

 

 

Um 290 nach Christus wurde Dorothea im römischen Reich als Tochter christlicher Eltern geboren. Der heidnische Statthalter Apricius freite um sie. Sie wies ihn aber mit der Begründung zurück, dass Jesus Christus ihr Bräutigam sei. Der gekränkte Statthalter folterte sie daraufhin und verurteilte sie zum Tode. Auf dem Weg zum Richtplatz betete Dorothea zu ihrem Bräutigam Jesus Christus. Der heidnische Jurist Theophilus sah das und verspottete Dorothea: „Auch ich werde an Jesus Christus glauben, wenn du mir Blumen und Früchte aus dem Garten deines Bräutigams bringst“. Im selben Moment erschien ein Engel und überreichte Theophilus einen Korb voller Rosen und Früchte. Theophilus wurde augenblicklich bekehrt und bekannte sich öffentlich zu Jesus Christus. Das empfand der Statthalter als zusätzliche Kränkung und ließ daraufhin Theophilus zusammen mit Dorothea hinrichten.  

Dieses Martyrium konnte bisher nicht belegt werden und gilt heute weitgehend als Legende, obwohl der Tag der heiligen Dorothea bis zum Jahr 1969 ein offizieller Gedenktag in der katholischen Kirche war. Die heilige Dorothea ist auf Grund dieser Legende die Schutzpatronin der Gärtner, der Blumenhändler, der Bergleute, der Bräute und der Neuvermählten.  

Der große Korb in der Mitte dieses Grabfeldes und die hier reifenden Früchte und Blumen sollen an die Früchte und Blumen aus dem Korb erinnern, den der Engel an Theophilus überreichte und somit an das Bekenntnis von uns Christen zu unserem Bruder Jesus Christus. Die Ballerina-Apfelbäume im Außenbereich dieses Grabfeldes symbolisieren unsere Vertreibung aus dem Paradies.  

Der Dorotheengarten ist ein Grabfeld für Urnenbestattungen. In jeder Grabstelle kann eine Urne beigesetzt werden. Für jede Urne wird eine Grabplatte angebracht. Die Friedhofsverwaltung übernimmt die gärtnerische Anlage der Grabstätten und pflegt diese dann für die gesamte Ruhezeit. Um die Gesamtgestaltung dieses Grabfeldes nicht zu zerstören, bitten wir, auf eigene Anpflanzungen und zusätzliche Dekorationen der Grabstätte zu verzichten.  


 


 

     

Der Rosendom auf dem Grabfeld Mb

Bekränzen wir uns mit Rosen,
ehe sie verwelken;

(Weisheit 2, 8)

 


Der Rosendom besteht aus sieben Säulen mit jeweils sieben verzinkten Stahlstäben. An sieben Tagen hat Gott die Welt erschaffen. Wir kennen sieben Werke der Barmherzigkeit und im Vaterunser finden sich sieben Bitten. Die Zahl Sieben - die Zahl der Vollkommenheit – und die Rose sind auf diesem Grabfeld die bestimmenden Gestaltungselemente.

Die hier blühenden Rosen sollen den Rosendom umranken  und dieses Grabfeld in seiner architektonischen Wirkung unterstützen. Die Rose gilt als Symbol für Liebe - gleichzeitig aber auch für die Dornenkrone. Wenn hier Menschen beigesetzt werden, werden uns diese Gedanken und Gefühle begleiten. Die hier gepflanzten Kletterrosen, Stammrosen und Bodendeckerrosen werden begleitet von weitere „Rosenstauden“ (Bauernrosen, Christrosen, Buschwindröschen usw.)

Die Bank in der Mitte des Doms weist uns auf die sieben Tugenden hin, die unseren abendländischen Wurzeln entspringen – Fides (Glaube), Caritas (Liebe), Spes (Hoffnung), Sapientia (Weisheit), Justitia (Gerechtigkeit), Fortitudo (Tapferkeit) und Temperantia (Mäßigung). Im unteren Bereich der Stehlen haben wir die Zeichen  Alpha und Omega eingearbeitet – Zeichen für Anfang und Ende des Lebens.

Der Rosendom ist ein Grabfeld für Urnenbestattungen. In jeder Grabstelle kann eine Urne beigesetzt werden. Für jede Urne wird eine Grabplatte angebracht. Die Friedhofsverwaltung übernimmt die gärtnerische Anlage der Grabstätten und pflegt diese dann für die gesamte Ruhezeit. Eigene Anpflanzungen sind nicht zulässig. Die Grabstätten können als Einzelgrabstätten oder auch mehrere nebeneinander als Familiengrab genutzt werden. Das Nutzungsrecht kann im Vorwege erworben  und nach Ablauf der Ruhezeit auch verlängert werden. 
 

 

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Der Ichthys-Garten auf dem Grabfeld Mb

 

Und Jesus nahm die Brote,
sprach das Dankgebet
und verteilte sie an die Lagernden,
ebenso auch von den Fischen,
soviel sie wollten.

(Joh. 6, 11)

 

Ichthys - das griechische Wort für „Fisch“ enthält ein kurz gefasstes Glaubensbekenntnis der Christen:

I = „Jesus“, Ch= „Christus“ (der Gesalbte), Th = „Gottes“, Y = “Sohn”, S = “Retter/Erlöser” 

 

 
Das Ichthys-Symbol besteht aus zwei gekrümmten Linien, die einen Fisch ergeben. Es wurde schon von den Ur-Christen als Erkennungs- und Geheimzeichen genutzt. Eine Person zeichnete einen Bogen in den Sand, die andere vollendete das Symbol mit dem Gegenbogen und zeigte sich damit als Bruder oder Schwester in Christus.

Der Fisch gehört zu den ältesten Symbolen der Christenheit, bevor das Kreuz zum klassischen und nahezu ausschließlichem Erkennungszeichen der christlichen Kirche wurde. Das urchristliche Zeichen des Fisches und das heutige bestimmende Kirchenzeichen in Form des Hochkreuzes sind hier in diesem Grabfeld vereint.

Das Hochkreuz auf diesem Grabfeld soll rosten. Alles Irdische ist vergänglich und wird zu Staub und Asche – selbst ein mächtiges Kreuz aus hartem Stahl. Die Fische des Ichthys-Gartens schwimmen auf dieses Hochkreuz zu – als Zeichen für den Glauben der Christen, dass die hier beerdigten Menschen Wiederauferstehen werden. In der Geschichte vom Fischzug des Petrus erweist sich Jesus somit auch als Wegweiser zur Wahrheit

Die blaue Schrift auf den Grabplatten steht für die Farbe des Himmels und die Farbe des Wassers, der Seen und der Meere. Das Element Wasser wird in diesem Grabfeld durch die intensiven Spiegelungen des runden Wasserbeckens mit dem Himmel zusammengeführt. Ohne Wasser ist Leben nicht denkbar. Wasser spendet Leben – der Himmel ist für uns die vollendete Glückseligkeit in Gott.       

Die beiden großen Metallrahmen auf diesem Grabfeld stellen Bilderrahmen dar. Wenn wir hier durchschauen, erkennen wir ständig wechselnde Landschaftsbilder aus der nahen Umgebung. Diese sollen uns inspirieren und unsere Fantasie und Aufmerksamkeit anregen.   

 


Die Lutherrose auf dem Grabfeld Mb

  In einem Brief am 08. Juli 1530 beschreibt Martin Luther sein Wappen:

 

      " Das erste sollte ein Kreuz sein - schwarz - im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte.  Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht ...
Solch Herz soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt... darum soll die Rose weiß und nicht rot sein:
 denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, dass solche Freude zukünftig... Und um solch ein Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewig währt und kein Ende hat und auch köstlich über alle Freude und Güter, wie das Gold das edelste köstliche Erz ist..."

 

 

 

 

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Der Schmetterlingsgarten auf dem Grabfeld Mc

 





„Wenn die Raupen wüssten,
was einmal sein wird,
wenn sie erst Schmetterlinge sind,
sie würden ganz anders leben:
froher, zuversichtlicher und hoffnungsvoller.“

Heinrich Böll


Der Schmetterlingsgarten

Der Schmetterlingsgarten ist ein Grabfeld für Urnenbestattungen. In jeder Grabstelle kann eine Urne beigesetzt werden. Jede Urne erhält eine Grabplatte. Die Friedhofsverwaltung legt die Grabstätten an und pflegt diese dann für die gesamte Ruhezeit. Eigene Anpflanzungen sind nicht zulässig. Die Grabstätten können genutzt werden als Einzelgrabstätten oder als Familiengrabstätten, für die das Nutzungsrecht auch im Vorwege erworben werden kann.

 Verschiedene Gestaltungselemente sollen uns bei diesem Grabfeld zum Nachdenken bewegen.  

Der Schmetterling ist ein Symbol für den Wiederauferstehungsglauben der Christen. So wie wir Menschen sterben und wieder auferstehen werden, muss auch die Raupe sterben, um ein wunderschöner Schmetterling zu werden. Wenn die Schmetterlinge hier fliegen, sind sie gleichsam ein Symbol für die zum Himmel aufsteigenden Seelen der verstorbenen Menschen.

Die Gabionen (Steinkörbe) sind gefüllt mit gebrochenen alten Grabsteinen unser Neumünsteraner Friedhöfe. Sie sollen einen behüteten und beschützen Raum schaffen. Die zwölf einzelnen Gabionen stehen für eine der wichtigen Zahlen in der christlichen Symbolik – zwölf Jünger und zwölf Apostel. Die vier zusammen stehenden sind Zeichen für das Irdische im Gegensatz zum Göttlichen - die vier Evangelisten, die vier Elemente, die vier Jahreszeiten und die vier Himmelsrichtungen. 

Die Blüte in der Mitte des Gartens und die Metallkästen sollen rosten, um die Vergänglichkeit zu verkörpern. Die Schmetterlinge sind aus Edelstahl gearbeitet und sollen das ewige Leben symbolisieren.   

Drei Schmetterlinge stehen für Vater – Sohn – und Heiliger Geist.

Der Schmetterlingsgarten ist so gestaltet, dass alle Entwicklungsstadien der Schmetterlinge hier Nahrung und Unterkunft finden können. Insbesondere können sie hier sämtliche 31 von den Baumschulen angebotenen Sorten des Schmetterlingsflieders (Buddleja davidii) und ca. 90 verschiedene Staudenarten finden. 

 Kirchliche Friedhöfe Neumünster   

Glaube – Hoffnung – Liebe


 

Die drei göttlichen  Tugenden

 „Nun aber bleiben
                                             Glaube,
                                                            Hoffnung,
                                                                              Liebe,

 diese drei, am größten unter ihnen jedoch ist die Liebe“
            (1.Kor. 13/13)


Auferstehung ist unser Glaube
Wiedersehen unsere Hoffnung
Gedenken unsere Liebe

 

Mach End', o Herr, mach Ende
an aller unsrer Not,
Stärk unsre Füß' und Hände
und lass bis in den Tod
uns allzeit Deiner Pflege
und Treu' empfohlen sein,
so gehen unsre Wege
gewiss zum Himmel ein.

(Paul Gerhardt)

 

Glaube, Hoffnung, Liebe sind die drei großen Kennzeichen eines Christen hier auf dieser Erde. Der Glaube erfasst das, was Gott gesagt hat, die Hoffnung verlangt danach und die Liebe verbindet uns mit der Person, die uns alles schenkt. Glaube und Hoffnung hören auf, wenn wir im Himmel sind und die Dinge sehen werden, an die wir geglaubt und auf die wir gehofft haben (Heb. 11,1; Rö. 8,24-25). Die Liebe bleibt immer. 

Auf dem Feld Mb finden Sie die Grabanlage „Glaube – Hoffnung – Liebe“. Hier ist Platz für 273 Urnen.  Die Pflege dieses Bereiches erfolgt ausschließlich durch die Friedhofsverwaltung. Blumensträuße oder Schalen können aufgestellt werden. In den Grabtafeln finden sich Kreuz, Anker und Herz als ein ineinander liegendes Symbol. Dieses Symbol ist auch die Grundform der gesamten Anlage. Das Herz befindet sich in den roten Podestplanken in der Mitte, der Wegeverlauf beschreibt Anker und Kreuz. 

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